Zweitmarkt - Lebensversicherungsfonds



Geschlossene Fonds, die in Zweitmarktbeteiligungen US-amerikanischer, britischer und deutscher Lebensversicherungen investieren, sind seit 2002 förmlich aus dem Boden geschossen. Nach Angaben des Verbandes geschlossener Fonds (VGF) wurden von 2002 bis 2009 Anlegergelder in Höhe von annähernd fünf Milliarden Euro eingesammelt. Dabei fällt auf, dass im vergangenen Jahr 25 Prozent der Anteile an geschlossenen Fonds an Anleger zwischen 61 und 70 Jahren vertrieben wurden. 20 Prozent waren über 70 Jahre alt.

Probleme nehmen zu

Mit dem Boom der Lebensversicherungsfonds haben sich in den USA seit 2005 die Zweitmarktpreise erheblich erhöht.

Hauptproblem vieler Fonds, die in US-amerikanische Policen investiert sind, ist, dass die zugrunde liegende Lebenserwartung der Versicherten zu optimistisch - das heißt zu niedrig - angesetzt wurde. Das hat fatale Folgen: Zu wenige Policen werden fällig; die Prämienzahlungen laufen aber weiter.

Zudem sind viele der Fonds mit US-amerikanischen Policen als vermögensverwaltend prospektiert worden. Die Finanzverwaltung geht jedoch von einer gewerblichen Einstufung aus und fordert eine Versteuerung der Erträge.

Bei den Fonds mit britischen Lebensversicherungen schlägt die Finanzkrise voll durch: Die Schlussboni und die Ablaufleistungen sinken. Zudem haben zahlreiche britische Versicherungsgesellschaften die Rückkaufswerte reduziert, was nunmehr einige Fonds wegen der Einhaltung der Beleihungsgrenze des Kredites in Bedrängnis bringt.

Ähnliche Probleme haben die Fondsgesellschaften mit deutschen Kapitallebensversicherungen. Fonds mit sehr hohem Fremdkapitalanteil wurde dieses bereits zum Verhängnis.

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